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Bild: Thomas Martens
Daniel Gysin leitet die Geschäftsstelle von Artiset Schaffhausen in Beringen. Dabei wird er von Doris Frosini und Dominique Fischer (nicht auf dem Bild) unterstützt.
Thomas Martens
BERINGEN. Artiset Schaffhausen, der Branchenverband der Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf, hat per 1. Juli erstmals eine Geschäftsstelle eingerichtet. Diese ist im «Früeling – Zentrum fürs Alter» in Beringen angesiedelt. Die Entscheidung sei an der Mitgliederversammlung im März einstimmig getroffen worden – «ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung der regionalen Verbandsarbeit», teilt Artiset Schaffhausen mit.
Die Leitung der neuen Geschäftsstelle hat Daniel Gysin übernommen, bisher Präsident von Artiset Schaffhausen, dem die Verbände Curaviva (Fachbereich Alter), Insos (Menschen mit Beeinträchtigung) und Youvita (Kinder und Jugendliche) angehören. Als sein Nachfolger wurde an der Mitgliederversammlung einstimmig das bisherige Vorstandsmitglied Alain Thomann gewählt, Geschäftsführer von Altra Schaffhausen. Für ihn markiert die Eröffnung der Geschäftsstelle einen Meilenstein. «Sie ermöglicht uns,
noch näher bei unseren Mitgliedern zu sein und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen für die soziale Infrastruktur in unserer Region zu entwickeln», wird er in der Mitteilung zitiert.
Lobbyarbeit für Sozialverbände
Die Geschäftsstelle soll als zentrale Drehscheibe für die Koordination, Vernetzung und Vertretung der Anliegen von Institutionen und Menschen mit Unterstützungsbedarf in der
Region dienen. Sie stärke die Arbeit von Artiset Schaffhausen in den drei Branchen, indem sie aktuelle und künftige Herausforderungen gezielt aufgreift und sich in politische sowie gesellschaftliche Diskurse einbringt, heisst es weiter – klassische Lobbyarbeit eben.
Artiset sieht seine Aufgabe darin, sich besser zu vernetzen und gegenüber den verschiedenen Anspruchsgruppen mit einer starken Stimme zu sprechen, zum Beispiel auch gegenüber dem Kanton. «Der Kanton hat unter anderem seine Aufsichtsarbeit stark ausgebaut und einige zusätzliche Stellen geschaffen», betont Gysin auf Anfrage. Nicht zuletzt dadurch gebe es zusätzliche Schnittstellen, bei denen man als Verband mithelfen müsse: «Wir werden als wichtiger Ansprechpartner wahrgenommen.»
Dienstleistungen werden eingekauft
Das alles sei gemäss Gysin bis dato in Freiwilligenarbeit gemacht worden respektive über den Arbeitgeber: «Artiset Schaffhausen hat sich entschieden, eine professionelle Geschäftsstelle einzurichten und die Tätigkeit zu institutionalisieren.» Daraufhin sei ein Stellenprofil für die Leitung der Geschäftsstelle erarbeitet worden, doch in der Vorberei-
tung zur Mitgliederversammlung habe man festgestellt, dass es gar nicht so einfach sei, eine passende Person dafür zu finden. «Der Vorstand hat dann beschlossen, der Mitgliederversammlung den Vorschlag zu unterbreiten, mir die Aufgaben zu übertragen, weil ich das ja schon seit einigen Jahren mache», so Gysin.
Um keine grossen Verwaltungsstrukturen aufbauen zu müssen, wird die Dienstleistung im Mandatsverhältnis vom Beringer Alters- und Pflegeheim eingekauft. «Damit arbeite ich weiter zu 100 Prozent für ‹Früeling – Zentrum fürs Alter›, 30 Prozent davon aber für Artiset», so Gysin. Sein Sekretariat steuere 20 Prozent für Artiset bei. «Artiset bezahlt uns eine Pauschale für das Mandat», führt der Präsident des Stiftungsrats der Stiftung «Früeling – Zentrum fürs Alter», Ralf Oberli, aus.
Der Vertrag zwischen Artiset und dem «Früeling» läuft auf die Person Daniel Gysin: «Sollte ich kündigen oder in Pension gehen, dann würde das Mandat aufgehoben.» Damit ist auch der Sitz der Geschäftsstelle an Gysin gebunden. Sollte irgendwann jemand anders das Mandat übernehmen, könnte die Geschäftsstelle umziehen. «Es gibt ja aber auch keinen Kundenverkehr, somit sind wir da flexibel», sagt Gysin
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